1.

BRECHTFESTIVAL 2017-FULMINANTE ERÖFFNUNG:
"Regisseur Selcuk Cara ist es in beeindruckender Weise gelungen, einen ästhetischen Schwebezustand zu erzeugen und aufrecht zu halten, der die Grundproblematik des Lehrstücks niemals verflacht und das herausfordernde Potenzial des Dramas permanent spürbar lässt. Ein Brecht-Festival an ungewöhnlichem Ort, wie es das Gaswerk-Areal in Augsburg-Oberhausen nun einmal ist, derart fulminant zu eröffnen, ist eine herausragende Leistung."

 

(KRITIK: Brechtforschung: Prof. Dr. Jürgen Hillesheim, http://www.daz-augsburg.de)

 

2.

"Simple Antworten? - Nicht mit Selcuk Cara. Er macht spannendes, aufwühlendes Theater. Es geht hochpolitisch zu in diesen Tagen. Brecht hätte das gefallen!"


("Abendschau" BR-FERNSEHEN)

 

3.

"Ein aufregender, gelungener Auftakt fürs diesjährige Festival [...]
Es besteht durchaus Grund zur Hoffnung, dass hier Brecht gezeigt wird von Menschen,in denen er was bewegt und dass das Festival mehr wird als ein lebendiges Museum, mit dem die Stadt ihren prominenten Sohn würdigt."


(NACHTKRITIK.DE)

 

4.

"Mit einer ausgeklügelten Choreografie lässt Selcuk Cara seine Darsteller das Lehrstück spielen. [...] Langer Applaus."


(AUGSBURGER ALLGEMEINE)

 

5.

"Mehr Brecht geht kaum..."

 

(a3 Kultur)

 

6.

"Seine Akteure inszeniert Selcuk Cara wie in einer klassischen griechischen Tragödie. [...]

Die vier Protagonisten bewegen sich auf der erhöhten Bühne meist in geometrisch anmutenden Bahnen und wechseln ihre Positionen wie in einem Schachspiel.

Allein die gelungene Lichtregie (Selcuk Cara) rückt den Sprechenden je nach Einsatz ins Scheinwerferlicht.

Es ist ein Verdienst von Caras Inszenierung, dass er es schafft, den Zuschauer mit seinem düsteren

und strengen Kammerspiel in eine ähnlich beklommene und ausweglose Stimmungslage wie den jungen Genossen zu versetzen."
 
(TAZ - DIE TAGESZEITUNG)
 
7.
"Gestern gab es die Eröffnungspremiere: Brechts "Maßnahme" inszeniert von Selcuk Cara, der als Protest gegen die AfD auf Facebook einmal monatelang regelmäßig Brechts Text "An die Nachgeborenen" postete."


(DEUTSCHLANDRADIO KULTUR, "Blick auf den politischen Brecht")
 
8.
"Für mich muss Kunst eine Richtung haben, sie muss etwas bewirken. Ein sehr guter Freund von mir, ein Heldentenor, der sagte: Ja, Selcuk bei dir ist es das natürlich auch einfach, du bist jetzt Regisseur, wenn du dir die Maßnahme aussuchst und das dann lenkst in eine bestimmte Richtung, dann ist das politisch, wenn ich jetzt den Tristan singe, viel Geld verdiene und in der ganzen Welt damit rumreise, ich diene doch genau dieser Kunst, die du kritisierst. Hab ich gesagt: Nein, nein, das stimmt nicht, das ist auch eine andere Farbe der Kunst. Wenn ein "Penner" vor der Tür sitzt, vor dem Opernhaus, und die Leute gehen an dem vorbei und dann hören sie etwas, wo es um Mitleid und Mitgefühl geht, und kommen aus der Oper raus und können an diesem Menschen dann nicht mehr einfach vorbeigehen, sondern müssen dem was geben, dann hat die Kunst auch gewirkt."
 
(DEUTSCHLANDRADIO KULTUR, Portrait Selcuk Cara: "Welchen Wert kann Kunst haben?")
 
9.
"Die Maßnahme« des diplomierten türkisch-stämmigen Selçuk Cara ist auch eine Auseinandersetzung mit den Menschenopfern an den EU-Außengrenzen. »Was will mein Innenminister und meine EU von mir, von uns?«, fragt der Regisseur. »Wollen sie die Auslöschung meiner persönlichen Verantwortung?« Schon der Philosoph Karl Popper reklamierte »Lasst Ideen sterben, nicht Menschen!« Wenn sich eine politische Idee gegen die Überprüfung ihrer Richtigkeit abschottet, kann sie keine Berechtigung haben. Die Offene Gesellschaft gerät in Gefahr. Ich sehe die Inszenierung von Selçuk Cara als Aufforderung, Gesicht zu zeigen."
 
(KRITIK: Mitglied des Flüchtlingrats: Susanne Thoma. Antirassismusarbeit und Engagement für Flüchtlinge seit Beginn der 90er. Mitgestaltung der Hausbesetzungsbewegung in Berlin und des bundesweiten Unistreiks in den 1980er Jahren. War als Referentin für Frauen- und Geschlechterpolitik in Berlin tätig.)

 

 

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